Ulrike Bohländer

Interkulturalität & Diversity

Vielfalt und Diversität prägen unseren öffentlichen, privaten und beruflichen Alltag sowie die Beziehungen im internationalen Kontext. Für Vieles im Alltag benötigen wir heute interkulturelle bzw. Diversitätskompetenz. Diese Kompetenz ist allerdings nicht selbstverständlich vorhanden und der Umgang mit Pluralität kann auch zu Verunsicherungen, Irritationen und Missverständnissen führen. Vor diesem Hintergrund bieten wir für hauptamtlich und ehrenamtlich Tätige mehrere Möglichkeiten des interkulturellen Lernens an.

Seit über zwanzig Jahren werden z.B. Bundespolizeibeamt*innen von uns geschult, um ihre interkulturelle Kompetenz an ihrem Einsatzort, dem Flughafen Frankfurt am Main, zu fördern. Auch im Zusammenhang mit kirchlichen Partnerschaften bieten wir Fortbildungen an. Für eine vorurteilsbewusste Haltung und offene Strukturen arbeiten wir mit dem Anti-Bias-Ansatz.

  • Wir konzipieren und führen Trainings, Seminare und Fortbildungen durch. Die Reflexion der eigenen Erfahrungen und die Vermittlung theoretischer Modelle geschehen dabei interaktiv.
  • Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung und Moderation von eigenen thematischen Workshops. Diese können in den Räumen unseres Zentrums oder auch bei Ihnen vor Ort stattfinden. Mögliche Themen sind: Interkulturelle Kommunikation, Umgang mit Stereotypen und Vorurteilen, Rassismus und Diskriminierung, Irritationen und Konflikte, Kultur und Diversität.
  • Wenn Sie pädagogisch arbeiten, entwickeln wir gerne mit Ihnen passende Konzepte z.B. für den Schul-  oder Konfirmandenunterricht.
  • Auch bei der Reflexion und Entwicklung von Strategien zum Umgang mit Vielfalt in Ihren Teams (z.B. in Kitas), Gemeinden und Einrichtungen können Sie sich gerne an uns wenden. Wir begleiten Sie dabei fachlich praxis- und prozessorientiert.

zu den Angeboten

Seit über zwanzig Jahren erhalten Bundespolizeibeamt*innen Fortbildungen im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW. Die Schulungen dienen der Förderung ihrer interkulturellen Kompetenz an ihrem Einsatzort, dem Flughafen Frankfurt am Main.

Am größten deutschen Flughafen arbeiten rund 2400 Beamt*innen der Bundespolizei. Sie sind für die Sicherheit der mehr als 258.000 Menschen verantwortlich, die hier tagtäglich an- und abreisen, bzw. arbeiten. Es stellt eine herausfordernde Aufgabe dar, Menschen zu kontrollieren, deren Riten und Gebräuche in vielen Belangen fremd sind. Das Passbild einer verschleierten Frau muss mit deren Gesicht abgeglichen werden, eine gefälschte Identität wird aufgedeckt, oder aufwändige Vernehmungen müssen geführt werden. In solchen Situationen sind vor allem die interkulturelle Sensibilität und gegenseitiger Respekt dringend gefragt.

Konfliktvermeidung durch interkulturelles Lernen

Vor diesem Hintergrund werden die Polizist*innen über den Umgang mit fremdkulturellen Menschen und Inhalten geschult. Dies bedeutet, dass sie ihre eigene kulturelle Identität reflektieren, sie werden in fremdkulturelle Denkstrukturen eingeführt, sie setzen sich mit Religionen wie dem Islam oder dem Judentum intensiv auseinander. Ziel dabei ist es, durch gezielte Trainings und Seminare unnötige Konflikte zu vermeiden, die Qualität der Kommunikation mit dem Fremden zu optimieren, agil, gewandt und flexibel angesichts des Fremden zu handeln.

Paola Fabbri Lipsch

Interkulturelle und Diversity Bildung

Annette Wiech

Sachbearbeitung Partnerschaften Afrika und Asien, ABP, Interkulturelles Lernen